Zika-Virus

Synonyme: Zikafieber
Zika-Virus, Zikafieber

Das Zikafieber ist eine Infektionskrankheit, die durch das Zika-Virus hervorgerufen wird. Übertragen wird das Virus durch Mücken der Gattung Aedes, insbesondere durch die Arten Aedes aegypti und Aedes albopticus, auch unter dem Namen asiatische Tigermücke bekannt. Das Verbreitungsgebiet dieser Mücken liegt aber hauptsächlich in den tropischen und subtropischen Regionen. Deshalb ist das Hauptverbreitungsgebiet des Zika-Virus Afrika, Mittel- und Südamerika und Südostasien.

In Deutschland treten in der Regel nur importierte Fälle aus diesen Gebieten auf. Da die Überträgermücke der Art Aedes albopticus auch in Deutschland vorkommt, ist theoretisch auch eine Verbreitung des Zikafiebers in Deutschland möglich. Die Inkubationszeit nach dem Stich der Mücke beträgt drei bis zwölf Tage.

Zika-Virus: Inhaltsverzeichnis

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Ursachen Zika-Virus

Das Zika-Virus wird durch einen Stich einer Mücke der Gattung Aedes auf den Menschen übertragen. Die Übertragung von Mensch zu Mensch ist durch den Geschlechtsverkehr möglich. Das Zika-Virus kann während der Schwangerschaft von der werdenden Mutter auf das ungeborene Kind übertragen werden. In diesem Fall ist es möglich, dass es zu Fehlbildungen während der Entwicklung des Gehirns bei dem Kind kommt.

Das Virus kann wahrscheinlich auch durch Bluttransfusionen übertragen werden. Dies ist aber noch nicht abschließend bestätigt.

Symptome und Anzeichen

Das durch das Zika-Virus ausgelöste Zikafieber ist durch Hautausschlag, Kopfschmerzen, Schmerzen in den Gelenken und Muskeln, Bindehautentzündungen und in einigen Fällen Fieber gekennzeichnet. Die Symptome sind in der Regel mild ausgeprägt. Die Infektion kann symptomfrei verlaufen.

Diagnose

Der direkte Nachweis des Zika-Virus erfolgt durch Untersuchung von Blut- und Urinproben. Indirekt kann das Virus durch Antikörper im Blut nachgewiesen werden.

Differentialdiagnose

Die Symptome einer Infektion mit dem Zika-Virus sind unspezifisch und in der Regel mild ausgeprägt. Es kann daher auch eine Erkältung oder ein grippaler Infekt vorliegen. Ähnliche Symptome treten auch bei anderen durch Mücken der Gattung Aedes ausgelösten Krankheiten auf. Dazu gehören Gelbfieber, Denguefieber und das Chikungunya-Virus.

Es sollte ein Aufenthalt in einem Gebiet, in dem das Zika-Virus natürlicherweise vorkommt abgeklärt werden.

Therapie und Behandlung

Es gibt keine Medikamente die spezifisch gegen das Zika-Virus gerichtet sind. Im Falle einer Infektion werden die Symptome behandelt.

Eine Impfung gegen das Virus ist nicht möglich. Die beste Prophylaxe ist der Schutz vor Insektenstichen.

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Quellen/Redaktion

Autor:

Manuel Tomm

Medizinisches Review:

Derzeit in Bearbeitung


Quellen:

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